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Die Suonen

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Die Verwaltung der Suonen

Der Hüter

vorangehendes Unterkapitel:
Der Kehr
Die Geteilschaft stellt sogenannte Hüter oder Wächter ein, welche die Suone zu überwachen haben. Der Hüter geht die ganze Suone ab und kontrolliert, ob das Wasser einwandfrei fliesst. Stösst er auf Leitungsbrüche oder sonstige Beschädigungen, so schaltet er sofort das Wasser ab und schreitet dann zur Reparatur. Sind die Schäden zu gross, so informiert er die Geteilen, damit diese im "Gmeiwärch" die Suone wieder instand stellen.
Der Hüter muss aber auch die Laubrechen leeren und den mitgetriebenen Sand aus der Suone schaufeln. Von da kommt auch ein weiterer Name für den Hüter: Sander. 
Hüterhäuschen an der Bisse de Saxon
An längeren Suonen sind für den Hüter sogenannte Hüterhäuschen gebaut, in welchen er übernachtet. Damit der Wächter einen Leitungsbruch schnell feststellen kann, sind in die Suone Wasserräder eingebaut, welche einen Hammer in Bewegung setzten, der weithin hörbar auf ein Brett oder ein Metall schlägt. Dieser Schlag bedeutet für den Hüter, dass die Suone zum einen überhaupt Wasser führt, zum anderen, dass auch genügend Wasser fliesst. Setzt aber der Schlag aus, muss die Leitung irgendwo gebrochen sein, der Hüter muss seinen Kontrollgang beginnen.
Je nach Grösse der Suone sind auch mehr als ein Hüter notwendig. So waren an der Bisse de Saxon, der mit 32 Kilometern grössten Bisse, bis zu vier Wächter beschäftigt. Andere Bissen haben wegen ihrer Kürze keinen Wächter nötig.
folgendes Unterkapitel:
Besitz und Finanzierung der Suonen

© by J. Gerber - Letzte Änderung: 01.01.2014